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SANSIBAR
Sansibar liegt im Indischen Ozean, ungefähr
35 km östlich der Küste des tanzanischen Festlands,
6 Grad südlich des Äquators. Das Archipel Sansibar
besteht aus der Hauptinsel Unguja (oftmals Sansibar genannt),
der Schwesterinsel Pemba sowie aus vielen kleinen unbewohnten
Inseln. Die höchste "Berg" ist 133m hoch. Politisch
und administrativ gehört Sansibar zu Tansania, hat aber
föderale Eigenrechte. 1999 wurde die Einwohnerzahl auf
950.000 Menschen geschätzt. |
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JAMBIANI
Jambiani ist ein kleines Dorf an der Ostküste
Sansibars. Die Einheimischen leben überwiegend vom Fischfang,
vom Seegrasanbau und, seit Neuestem, auch vom Tourismus. Der
Ort besitzt durch die einfachen Hütten, die Lebensweise
seiner freundlichen Bewohner den Charme afrikanischer Dörfer.
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GESCHICHTE
Die
ersten Einwohner Sansibars waren Afrikaner. Doch schon seit
dem 8. Jahrhundert fanden Shirazi, Perser und Araber den Weg
auf die Inselgruppe und islamisierten sie im Laufe der Zeit.
Die eingewanderten Volksgruppen vermischten sich mit den Afrikanern;
es entstand eine neue Kultur, sowohl auf Sansibar als auch
an der afrikanischen Ostküste. Diese Kultur, die unter
dem Namen "Swahili" (vom arabischen Wort "sawahil",
"Küste") bekannt wurde, hatte sogar eine eigene
Sprache entwickelt, die heute in ganz Ostafrika eine bedeutende
Rolle spielt: das Kiswahili. Neben den Swahili und den Arabern
liessen sich auf Sansibar zwei weitere Volksgruppen nieder:
einerseits indische Händler und andererseits Europäer,
die als Missionare oder als Beauftragte der Kolonialmacht
nach Sansibar kamen.
Alle Einwanderer haben ihre Spuren hinterlassen; sei dies
in Form von Bauten, Sprache, Kultur oder Kulinarischem. Aber
eigentlich braucht man sich nur die Gesichter der Einheimischen
genauer zu betrachten, und man wird die verschiedensten Kulturen
und Mischungen entdecken.
Sansibar
war einst eines der grössten wirtschaftlichen Zentren
Ostafrikas. Berühmtheit erlangten die Inseln vor allem
durch den Handel mit Gewürzen, Elfenbein und Sklaven.
Ab 1818 wurden neben dem Handel auch Gewürznelken angebaut
und Zanzibar erreichte bereits um 1850 eines seiner Blütestadien:
Die Inseln waren der weltweit grösste Produzent von Gewürznelken
und leider auch der grösste Sklavenumschlagplatz Ostafrikas.
Nach
rund zwei Jahrzehnten unter der sozialistischen Regierung
von "Mwalimu" Julius K. Nyerere, öffnet sich
Sansibar seit Anfang der neunziger Jahre langsam dem Tourismus.
Der überwiegende Teil der Inseln ist jedoch noch ursprünglich
wie eh und jeh. Es bleibt die Hoffnung, dass dies auch so
bleibt. |
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SPRACHE
Die Amtssprache ist Kiswahili. Wenn Sie auch nur ein paar
Worte dieser leicht erlernbaren Sprache beherrschen, machen
Sie sich viele Freunde. Englisch wird in weiten Teilen, vor
allem in Stonetown gesprochen, und viele Leute sprechen arabisch.
Andere Sprachen wie französisch, deutsch oder italienisch
kann in touristischen Gegenden immer öfter gehört
werden. |
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RELIGIONEN
Rund 97% der Sansibari sind muslimischen Glaubens. Die restlichen
3% verteilen sich unter Hindus, Christen oder Anhänger
einer Naturreligion. Neben zahlreichen Moscheen gibt es in
der Stadt auch Kirchen sowie einen Hindu-Tempel. |
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KLIMA
Die Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen ca. 20°C
im August und über 30°C im Februar. Unterbrochen
wird das feuchtheisse Klima von zwei Regenzeiten. Die längere
davon zieht zwischen März und Ende Mai mit teils starken
Regenfällen übers Land, die kürzere, nicht
so heftige, erwischt man zwischen Mitte Oktober bis in den
November hinein. |
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FAUNA
Neben den nur auf Sansibar anzutreffenden Roten Colobusaffen,
einer kleinen Gazellenart sowie einer reichhaltigen Vogelpopulation
ist vor allem die sensationelle Unterwasserwelt zu nennen.
Sie werden rund um Sansibar ein Schnorchel- und Tauchparadies
der Extraklasse vorfinden! Im Süden der Insel bei Kizimkazi,
in der Menai Bay, kann man zudem jede Menge Delfine antreffen
und mit ihnen um die Wette schwimmen. |
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FLORA
Der Dschungel bzw. Mangrovenwald reicht teilweise bis ans
Meer heran. Die wichtigste Pflanzen sowohl für die Touristen
wie auch für die Sansibari, ist die Kokospalme. Diese
Pflanze wird von der Frucht bis zum Baum komplett verwertet.
Aus den in Salzwasser eingeweichten und geklopften Fasern
der Kokosnussrinde fertigt man Seile, Schuhsohlen, sowie kunstvolle
Teppiche. Die Hülle der Frucht wird als Gefäss verwendet
oder industriell weiterverarbeitet. Das bekannte Fruchtfleisch
wird entweder roh gegessen, gepresst für die Herstellung
von Fett und Sauce oder für die Landwirtschaft aufbereitet.
Die Kokosmilch ist nicht nur für die fernen Besucher
ein willkommener Durstlöscher. Das Holz der Kokospalme
ist ein beliebtes Baumaterial. Und sogar die Blätter
finden auf Dächern, als Wände oder Matten eine neue
Anwendungsmöglichkeit.
Wichtige Pflanzen sind auch die vielen unterschiedlichen Gewürzarten,
welche auf der Insel kultiviert werden. Sansibar trägt
nicht umsonst den Beinamen "Gewürzinsel". Empfehlenswert
ist auf jeden Fall eine sogenannte "Spice Tour",
eine Rundfahrt, bei der man wahrscheinlich zum ersten Mal
im Leben sehen kann, wie die Pflanze zum entsprechenden Gewürz
aussieht! Der exotische Duft der Nelkenbäume wird einem
sicherlich bis weit über den Urlaub hinaus in der Nase
haften bleiben. |
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ALLGEMEINE
INFORMATIONEN
Die Sansibari sind im Allgemeinen warmherzige, offene und
gastfreundliche Menschen. Diese Gastfreundschaft sollte man
aber nicht strapazieren, indem man wichtige lokale Regeln
und Gebräuche missachtet. Beispeilsweise sollte man um
Erlaubnis fragen, wenn man jemanden fotografieren will. Weiter
sollte an öffentlichen Plätzen keinen Alkohol konsumiert
werden, es sei denn man befinde sich in einem Hotel, einer
Bar oder einem Restaurant. Öffentliches zur Schau stellen
von Affektionen, z.B. Umarmungen oder Küsse, ist nicht
gebräuchlich und wird als anstössig angesehen. Moscheen
sind heilige Orte, zu den Nicht-Muslime ohne muslimische Begleitung
keinen Zutritt haben.
Wenn Sie Dinge geben oder nehmen, sollten Sie daran denken,
dies mit der rechten Hand zu tun. Das ist auch die Hand, die
zum Essen benutzt wird. Die linke Hand gilt als unrein.
97
Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Das sollte man
respektieren indem man sich dementsprechend kleidet. In der
Stadt sowie in Dörfern sollte man unbedingt Schultern
und Knie bedecken, also eine lange Hose oder einen Rock und
Shirts mit Ärmeln tragen. Bitte vermeiden Sie Tops mit
Spaghettiträgern. In Badekleidung oder mit freiem Oberkörper
durch die Dörfer zu spazieren ist ein absoluter Affront.
Oben ohne oder FKK wird nicht toleriert! |
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GELDANGELEGENHEITEN
Währung ist der Tansanische Schilling (TSH). Amerikanische
Dollars in bar werden aber fast überall angenommen und
sind vor allem in touristischen Bereichen (Hotels, Transporte,
Touren, etc.) oft einziges Zahlungsmittel. Travellercheques
können seltener als Zahlungsmittel verwendet werden und
wenn, dann oft mit einer hohen Kommission. Sie lassen sich
aber auf Banken und in Wechselstuben problemlos in TSH umtauschen.
Kreditkarten scheinen auf Sansibar noch nicht so recht Einzug
gehalten zu haben; wenn Sie es aber trotzdem schaffen, ein
Hotel finden, das diese akzeptiert, dann ist die Kommission
im Normalfall noch höher, bei rund 10-15%. Feilschen
ist in weiten Bereichen, vor allem auf dem Markt, üblich.
In vielen touristischen Einrichtungen setzen sich jedoch fixe
Preise mehr und mehr durch. |
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ÖFFNUNGSZEITEN
Öffnungszeiten
von Banken und Büros: Mo-Fr: 8 - 16 Uhr, Sa: 8 - 12 Uhr.
In den Läden und Basars können eine Vielzahl lokaler
Handarbeiten erworben werden, die die ganze Woche geöffnet
haben. Der Kauf von Schnitzereien, Matten, Stoffen usw. unterstützt
die lokale Bevölkerung und trägt auch zum Erhalt
der Traditionen mit bei. |
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ZEITUNTERSCHIED
Zwei Stunden vor, während der Sommerzeit eine Stunde
vor. |
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STROM
Stromspannung beträgt 220-240 Volt; die Stecker unterscheiden
sich aber von europäischen Modellen. Es gibt auf Sansibar
Adapter zu kaufen. Meist besitzen die Hotels entsprechende
Adapter. |
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PASSPORTS&VISAS
Alle Besucher brauchen einen noch mindestens sechs Monate
gültigen Reisepass und ein Visum. Die Visagebühren
sind von Land zu Land unterschiedlich. Bitte schauen Sie unter
"links" nach der Kontaktadresse der für Sie verantwortlichen
diplomatischen Vertretung. |
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GESUNDHEIT
Sie benötigen einen gültigen Impfpass. Unbedingt
empfohlen werden Gelbfieber-Impfung (wenn sie noch weitere Länder
in Afrika bereisen wollen, ist diese Impfung obligatorisch!)
und Malaria-Prophylaxe. Ebenso wichtig ist der Schutz vor Mückenstichen.
Das Leitungswasser ist nicht trinkbar, auch zum Zähneputzen
sollte man Mineralwasser benutzen.
Ganz besonders wichtig ist der Schutz vor der intensiven Sonne
- Hut, Brille und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor
sind ein Muss!
Sansibar hat eine herrliche Küche. An jeder Ecke kann eine
Köstlichkeit gekauft werden. Sie sollten aber ein wenig
vorsichtig sein und sich unbedingt an die Regel "cook it,
peal it or forget it" (koche es, schäle es oder vergiss
es) halten. Wenn Sie der Versuchung trotzdem nicht widerstehen
können, dann waschen Sie die Lebensmittel zumindest gut
mit Mineralwasser ab. |
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FLUGHAFENSTEUER
Die Flughafensteuer muss in US$ bar bezahlt werden. Sie
beträgt im Moment 20US$. Manchmal ist die Steuer im Flugpreis
mitinbegriffen, bitte erfragen Sie dies in ihrem Reisebüro. |
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